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Mundatmung bei Kindern

  • Autorenbild: Katharina Kremmer
    Katharina Kremmer
  • 5. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Mundatmung bei Kindern – ein Hinweis, der genauer betrachtet werden kann

Eine auffällige Mundatmung bei Kindern kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig besteht ein Zusammenhang mit einer eingeschränkten Nasenatmung, zum Beispiel bei Schnupfen, Allergien oder funktionellen Gewohnheiten.

In der Praxis zeigt sich, dass neben der Atmung auch Haltung, Mundschluss, Zungenruhelage und das Schlafverhalten mit einbezogen werden können.


Woran Eltern eine Mundatmung erkennen können

Kinder, die vermehrt durch den Mund atmen, haben in Ruhe häufig den Mund geöffnet. Auch trockene Lippen, nächtliches Schnarchen oder unruhiger Schlaf können beobachtet werden.

Manche Kinder wirken morgens weniger erholt oder zeigen im Alltag eine auffällige Mundhaltung.


Mögliche funktionelle Zusammenhänge

Eine anhaltende Mundatmung kann mit verschiedenen funktionellen Auffälligkeiten in Zusammenhang stehen. Dazu zählen unter anderem eine veränderte Zungenruhelage, eine eingeschränkte Nasenatmung oder Spannungsverhältnisse im Bereich von Kiefer, Hals und Kopf.

Da sich der kindliche Körper noch in Entwicklung befindet, können solche Muster frühzeitig auffallen.Wie die physiologische Zungenruhelage aussieht, ist im Bild dargestellt.


Osteopathische Begleitung – was berücksichtigt werden kann

In der osteopathischen Begleitung wird das Kind in seiner Gesamtheit betrachtet. Dabei können unter anderem Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse im Bereich von Schädel, Kiefer, Zunge, Halswirbelsäule und Brustkorb eingeschätzt werden.

Dies dient der Einordnung möglicher funktioneller Zusammenhänge.

Die osteopathische Begleitung ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung.Bei anhaltenden Beschwerden oder einer dauerhaft eingeschränkten Nasenatmung ist eine fachärztliche Abklärung empfehlenswert.


Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Eine ärztliche Abklärung kann sinnvoll sein, wenn ein Kind– über längere Zeit durch den Mund atmet– häufig schnarcht– unruhig schläft– wiederholt über eine verstopfte Nase klagt

Auch bei auffälliger Kieferentwicklung oder anhaltender Mundtrockenheit sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.


Hinweis für Eltern

Mundatmung ist ein Symptom und keine eigenständige Diagnose.Im Vordergrund steht daher die Abklärung möglicher Ursachen.


Die physiologische Zungenruhelage

Im entspannten Zustand liegt die Zunge mit ihrer Oberfläche sanft am oberen Gaumen. Die Zungenspitze befindet sich dabei knapp hinter den oberen Schneidezähnen, ohne diese zu berühren.

Die Lippen sind geschlossen, die Atmung erfolgt idealerweise durch die Nase.

Diese Ruheposition ist Teil des funktionellen Zusammenspiels von Atmung, Schlucken, Mundschluss sowie der Entwicklung von Kiefer und Gesicht.

Eine dauerhaft tiefe Zungenlage kann ein Hinweis auf funktionelle Auffälligkeiten oder eine eingeschränkte Nasenatmung sein und sollte entsprechend abgeklärt werden.


So liegt die Zunge richtig

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